Neuer E Scooter Test 2019

Wir recherchieren bereits nach möglichen Kandidaten für unseren großen E Scooter Test 2019, wobei wir auch in engem Kontakt mit vielen Herstellern stehen. Da die Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung (EKFV) schon bald in Kraft treten dürfte, werden die Elektroroller, die wir 2019 testen werden, ganz unter dem Motto der neuen Verordnung stehen (auch salopp E Scooter Gesetz genannt) - und uns sicherlich noch lange durch das Jahr 2019 begleiten.

Da aber die Verordnung bislang nur in einem vorläufigen Entwurf bekannt ist und immer noch nicht genau offengelegt wurde, was für für Anforderungen die Fahrzeuge genau erfüllen müssen um eine Zulassung zu erhalten, können die E Scooter Hersteller ihre vorhandenen Fahrzeuge erst dann anpassen, wenn die Verordnung endgültig beschlossen ist. Jedes Fahrzeug muß ohnehin erst eine Typengenehmigung vom Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA) erhalten. Zum Einen dauert dieses seine Zeit, da gleich mehrere Gutachten für ein Fahrzeug erstellt werden müssen und zum Anderen ist so ein Verfahren immer mit einer nicht unerheblichen Aufwendung an finanziellen Mitteln verbunden. Von einem 6-stelligen Betrag pro Fahrzeug ist hierbei die Rede. Daher werden die neuen Elektroroller, die eine Typengenehmigung bekommen, wohl auch spürbar teurer werden. 

Das neue E Scooter Gesetz 2019

Die Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung 2019

Wir wollen an dieser Stelle die zu erwartenden Eckpunkte der neuen Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung für E Scooter (und das was 2019 auf uns zukommt) umfassend skizzieren. Denn die neue Verordnung bedeutet, dass eine ganz neue Fahrzeugklasse geschaffen wird, der allerdings bisher noch kein einziger E Scooter entspricht: 

1. Der E Scooter benötigt eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mit Typenschild (Fahrzeug-Identifizierungsnummer sowie ein Fabrikschild),

2. weiterhin eine Haftpflichtversicherung entweder mit oder ohne Teilkasko (optional mit oder ohne Selbstbeteiligung),

3. um dann einen Versicherungsaufkleber E Scooter ordnungsgemäß anzubringen. Eine Versicherungsplakette (5,28 cm x 6,5 cm) scheint vom Tisch. 

4. Für das Führen eines Elektrokleinstfahrzeugs (EKF) bedarf es überdies einer Fahrerlaubnis. Hier genügt mindestens der sogenannte Mofa Führerschein, also ab 15 Jahre.  

 

Die Voraussetzungen für einen E Scooter nach Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung

1. Fahrzeug ohne Sitz oder selbstbalancierendes Fahrzeug mit oder ohne Sitz für eine Person,

2. eine Lenk- oder Haltestange,

3. Höchstgeschwindigkeit von nicht weniger als 12 km/h und nicht mehr als 20 km/h,

4. eine Nenndauerleistung von nicht mehr als 500 Watt (oder von nicht mehr als 1200 Watt, wenn ein Hauptteil der Leistung zur Balancierung verwendet wird),

5. eine Gesamtbreite bis 70 cm, eine Gesamthöhe bis 140 cm und eine Gesamtlänge bis 200 cm,

6. eine maximale Fahrzeugmasse ohne Fahrer von nicht mehr als 50 kg,

7. eine Anzeige für den Energievorrat (Akku Anzeige).

8. Wahrscheinlich zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen.

9. Wahrscheinlich nicht mehr Blinker zur Richtungsanzeige.

10. Wahrscheinlich nicht mehr vorher genormtes Front- und Rücklicht (mit Bremslicht). Kann also auch nachträglich angebracht werden.

 

Raum und Regeln für E Scooter nach Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung

Innerhalb geschlossener Ortschaften dürfen nur Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen befahren werden. Wenn solche nicht vorhanden sind, darf auf Fahrbahnen oder in verkehrsberuhigten Bereichen gefahren werden.

Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen nur Radwege und Seitenstreifen befahren werden. Wenn solche nicht vorhanden sind, darf auf Fahrbahnen gefahren werden.

Für das Fahren auf anderen Verkehrsflächen können die Straßenverkehrsbehörden abweichend Ausnahmen für bestimmte Einzelfälle oder allgemein für bestimmte Antragsteller zulassen. Eine allgemeine Zulassung kann hier durch Anordnung des Zusatzzeichens „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ oder kurz "EKF-frei" erfolgen.

 

A) Besonderheiten bei angeordneten Verkehrsverboten nach der Straßenverkehrs-Ordnung

Ist ein Verbot für Fahrzeuge aller Art angeordnet, so dürfen E Scooter / Elektrokleinstfahrzeuge dort immerhin geschoben werden. Unklar dürfte noch sein, ob E Scooter im deaktivierten Modus auf Bürgersteigen (wo Tretroller ohne Motor fahren dürfen) per Fuß angetrieben werden dürfen wie andere Tretroller auch.

Ist ein Verbot für Kraftwagen, ein Verbot für Krafträder, ein Verbot für Kraftfahrzeuge oder ein Verbot der Einfahrt angeordnet, so dürfen E Scooter / Elektrokleinstfahrzeuge dort nur fahren oder einfahren, wenn dies durch das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ erlaubt ist.

Ist ein Gehweg oder der Beginn einer Fußgängerzone angeordnet, so können E Scooter / Elektrokleinstfahrzeuge durch das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ oder kurz "EKF-frei" zugelassen sein, wenn dort auch Radverkehr erlaubt ist.

Ist ein Verbot für den Radverkehr angeordnet, so gilt dies auch für Elektrokleinstfahrzeuge.

 

B) Weiterhin gelten folgende allgemeine Verhaltensregeln

Nacheinander fahren: Wer ein Elektrokleinstfahrzeug (EKF) führt, muss auf Fahrbahnen einzeln hintereinander fahren, darf sich nicht an fahrende Fahrzeuge anhängen und nicht freihändig fahren.

Rechts fahren: Mit Elektrokleinstfahrzeugen (EKF) darf von dem Gebot, auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen möglichst weit rechts zu fahren, nicht abgewichen werden.

Blinken: Sind an einem Elektrokleinstfahrzeug (EKF) keine Fahrtrichtungsanzeiger vorhanden, soll der Fahrer eines Elektrokleinstfahrzeugs die Richtungsänderung rechtzeitig und deutlich durch Handzeichen ankündigen, so dass andere Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten daran ausrichten können.

(Anmerkung: Dieser Hinweis entstammt dem Entwurf der Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung und widerspricht dem obigen Hinweis, dass Blinker Voraussetzung sein sollen.)

Rücksicht nehmen: Wer ein Elektrokleinstfahrzeug (EKF) auf Radverkehrsflächen führt, soll auf den Radverkehr Rücksicht nehmen und erforderlichenfalls die Geschwindigkeit an den Radverkehr anpassen. Wer ein Elektrokleinstfahrzeug führt, soll weiterhin schnellerem Radverkehr das Überholen ohne Behinderung ermöglichen. Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen haben Fußgänger Vorrang und dürfen weder behindert noch gefährdet werden. Falls erforderlich, soll die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden.

Parken: Die für das Parken von Fahrzeugen zur Anwendung kommenden Vorschriften der Straßenverkehrsordnung gelten nicht für Elektrokleinstfahrzeuge (EKF). Sie werden nicht geparkt, sondern wie Fahrräder abgestellt.

 

E Scooter Testsieger